73 ehemalige Talente der Freiburger Fußballschule haben es in den Profikader von SC Freiburg geschafft. Das Jubiläum der vor 25 Jahren gegründeten Akademie fällt in eine Phase, in der ihre Absolventen den Verein an die Tabellenspitze führen.

Die Zahl von durchschnittlich zehn Fußballschülern pro Saison im Profikader ist seit sechs Spielzeiten in Folge zweistellig. Neun der aktuellen Spieler, die den SC auf Platz eins der Bundesliga gebracht haben, sind Eigengewächse. Dazu zählen Stammkräfte wie Matthias Ginter, Noah Atubolu und Nicolas Höfler. Die erfolgreiche Arbeit spiegelt sich auch in der Statistik wider: Am Ende der vergangenen Saison belegte Freiburg europaweit den dritten Platz bei den Einsatzminuten von Eigengewächsen in den Top-Ligen, noch vor Klubs wie dem FC Barcelona und Real Madrid.

Der erste Spieler, der den Weg von der Fußballschule in die Profimannschaft meisterte, war Sascha Riether. Die jüngsten Zugänge sind Rouven Tarnutzer und Karl Steinmann, der derzeit an Hannover 96 ausgeliehen ist. Nicht jeder Weg verläuft linear. Spieler wie Philipp Treu oder Yannik Engelhardt kehrten nach Stationen bei anderen Vereinen zurück, Nicolas Höfler und Berkay Yilmaz absolvierten Leihphasen. Andere, wie Robin Fellhauer, machten woanders Karriere und spielen heute in der Bundesliga.

Ein Höhepunkt der jüngeren Vergangenheit war das Europa-League-Finale am 20. Mai 2026 in Istanbul gegen Aston Villa. Acht Spieler mit Freiburger Fußballschul-Hintergrund standen im Kader. Christian Günter, Matthias Ginter, Noah Atubolu, Johan Manzambi, Nicolas Höfler und Philipp Treu standen in der Startelf, Jordy Makengo und Max Rosenfelder wurden eingewechselt. Dazu kamen zehn weitere Trainer und Betreuer an der Seitenlinie und auf den Rängen, die ebenfalls die Akademie durchliefen.

Andreas Steiert, der Leiter der Fußballschule, betont die „außergewöhnliche Zusammenarbeit, die wir über die Jahre entwickelt haben“. Sein sportlicher Leiter Martin Schweizer beschreibt den Prozess als einen, „die behutsam und schrittweise vonstattengehen soll“. Diese Philosophie zeigt sich in Karrieren wie der von Christian Günter, der von der U14 über alle Jugendteams und die zweite Mannschaft zum Rekordspieler und Europacup-Finalisten aufstieg. Auch Kevin Schade entschied sich 2018 trotz anderer Angebote für die Weiterentwicklung in Freiburg, ebenso wie Johan Manzambi, der 2023 zu den A-Junioren stieß. Beide sind heute Profis in der englischen Premier League.

Die aktuelle Stärke des Teams, das mit neun Punkten aus drei Spielen die Bundesliga anführt, ist ein direktes Ergebnis dieser Arbeit. In der letzten Partie besiegte der SC Borussia Mönchengladbach mit 5:0, wobei mit Yannick Engelhardt und Matthias Ginter zwei weitere Fußballschul-Produkte trafen und vorlegten. Die komplette Mannschaftsliste zeigt die tiefe Verankerung. Der nächste Test für die in Bestform laufende Elf, die ihre letzten fünf Pflichtspiele allesamt gewann, steht am 19. September beim Tabellenneunten Eintracht Frankfurt an. Alle anstehenden Spieltermine sind online einsehbar. Das Jubiläumswochenende der Fußballschule findet am 26. Und 27. September mit einem Tag der offenen Tür im Möslestadion statt.

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