Borussia Mönchengladbach steht vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei SC Freiburg am Samstag nach einer überraschenden Niederlage unter Schock. Trainer Eugen Polanski kündigte am Dienstag eine harte Videoanalyse der 3:4-Heimpleite gegen den Zweitliga-Aufstiegskandidaten SV Elversberg an, wie Bild Sport berichtete.

Die Mannschaft von Polanski, der mit 40 Jahren jüngster Trainer der Gladbacher Geschichte ist, nutzte den freien Montag nach dem Debakel. Am Dienstagmorgen ging es dann mit einer Trainingseinheit weiter, die unter den wachsamen Augen von Klubboss Rainer Bonhof (74) und Präsidiumsmitglied Hannelore Kraft (64) stattfand. Für SC Freiburg, das aktuell mit zwei Siegen aus zwei Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz steht, ist die Begegnung die nächste Chance, die starke Frühform zu bestätigen. Die Breisgauer haben in dieser Saison bereits fünf Tore erzielt und nur eines kassiert.

Warum spricht Polanski von Schocktherapie?

Der Gladbacher Trainer ließ nach dem Spiel keine Zweifel an der Dramatik der Situation. "Wir könnten über viele Dinge sprechen, die sehr, sehr positiv sind, die wir verändert haben. Das Auftreten, das Fußballerische, die Mentalität", sagte Polanski. "Aber wenn wir die Fehler und die Gegentore sehen, die wir kassieren, dann brauchen wir über nichts anderes mehr zu reden." Er bezeichnete die defensive Schwäche als "echten Wahnsinn" und betonte: "Das geht nur mit Schocktherapie, mit den Videos und Szenen des Spiels." Diese Analyse wird die Vorbereitung auf das Spiel gegen den starken SC Freiburg prägen, dessen aktuelle Standings beeindrucken.

Welche Personalprobleme hat Gladbach?

Die Personalsituation bei den Gästen ist angespannt. Nicolas Kühn, der 27-jährige Leihspieler von Como, hatte gegen Elversberg nur kurz eingewechselt werden können. Bei einem anschließenden Training mit der Reservemannschaft zog er sich dann eine Muskelverletzung zu und wird nun für Wochen ausfallen. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Yukhym Konoplia (27). Der Ukrainer fehlt wegen eines Innenbandrisses im Knie und wird erst nach der Länderspielpause im Oktober zurückerwartet.

Eine positive Nachricht gibt es dagegen bei Daiki Hashioka. Der 27-jährige Japaner kehrte nach einer Halswirbelsäulenverletzung ins Mannschaftstraining zurück. Auch der 21-jährige Zento Uno war beim Dienstagstraining dabei. Für SC Freiburg hingegen sind weiterhin Florent Muslija und Rihito Yamamoto gesperrt, wie der aktuelle Verletztenstatus des Clubs zeigt.

Wie bereitet sich Freiburg auf das Spiel vor?

Während bei Gladbach die Krise herrscht, kann SC Freiburg mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Die Mannschaft von Christian Streich hat einen perfekten Saisonstart hingelegt und steht mit sechs Punkten aus zwei Spielen auf Rang zwei. Das nächste Heimspiel in der Europa-Park-Stadion bietet die Chance, die Serie fortzusetzen. Die komplette Planung für die anstehenden Pflichtspiele ist im Spielplan des Clubs einsehbar.

Der Gegner aus Mönchengladbach kommt als Tabellensiebzehnter nach Freiburg und muss dringend punkten. Die Defensivschwäche, die Polanski anspricht, könnte für die offensivstarken Freiburger eine Einladung sein. Mit fünf Saisontreffern haben sie ihre Effizienz bereits unter Beweis gestellt. Die detaillierten Leistungsdaten aller Akteure finden sich in den Statistiken des Vereins.

Das Bundesliga-Spiel zwischen SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach findet am Samstag, dem 12. September 2026, um 15:30 Uhr statt.