Der SC Freiburg muss einen seiner größten Talente ziehen lassen: Johan Manzambi (20) wechselt für mindestens 60 Millionen Euro zu Aston Villa in die Premier League. Damit erzielt Freiburg bereits den siebten deutschen Verein, der eine Ablösesumme von über 60 Millionen Euro für einen Spieler erhält. Die Summe kann sich durch Boni um weitere 10 Millionen Euro erhöhen – ein Novum für den Breisgau-Club.
Was genau passiert ist
Manzambi, der zuletzt als hängende Spitze agierte und seine Torgefährlichkeit unterstrich, bricht mit diesem Transfer den bisherigen SC-Freiburg-Rekord. Kevin Schade (24, Brentford) und Merlin Röhl (24, Everton) hatten den Verein 2023/24 bzw. 2025/26 jeweils für 25 Millionen Euro verlassen. Manzambi übertrifft sie klar und wird zudem zum teuersten Zugang in der Geschichte von Aston Villa. Er löst dort Amadou Onana ab, der 2024/25 für rund 59,4 Millionen Euro vom FC Everton verpflichtet worden war. Der Ex-Freiburger ist damit auch der kostspieligste Schweizer Spieler aller Zeiten. Er knackt den zehn Jahre alten Rekord von Granit Xhaka (33), der 2016 für 45 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu Arsenal wechselte. Aston Villa sicherte sich zudem einen der fünf wertvollsten Mittelfeldspieler unter 20 Jahren – sein Marktwert stieg im WM-Update am 22. Juli 2026 weiter an.
Warum Aston Villa und nicht Newcastle United?
Lange galt Newcastle United als Favorit für Manzambi. Doch Aston Villa zog auf der Zielgeraden noch vorbei. Bei den Magpies hätte das Gesamtpaket ebenfalls rund 60 Millionen Euro betragen. Der Wechsel zu den Villans könnte auch an der Champions-League-Perspektive liegen: Während Newcastle nur im TV zuschauen würde, qualifizierten sich die Engländer sowohl sportlich als auch als Europa-League-Sieger für die Königsklasse. Im Finale besiegten sie Freiburg mit 3:0.
Manzambi kam im Januar 2023 von Servette FC zum SC Freiburg und debütierte im September 2024 mit 18 Jahren und elf Monaten in der Bundesliga. In seiner ersten Saison noch Ergänzungsspieler, erkämpfte er sich in der vergangenen Spielzeit einen Stammplatz. In 47 Einsätzen steuerte er sieben Tore und neun Vorlagen bei – eine Entwicklung, die seinen Marktwert von 8 Millionen Euro auf nun über 60 Millionen Euro trieb.
Die Folgen für Freiburg
Freiburg verliert mit Manzambi einen Schlüsselspieler, der in der vergangenen Saison 47 Mal auflief und sieben Tore sowie neun Vorlagen beisteuerte. Der Verein bleibt damit der siebte deutsche Verein, der eine Ablösesumme von mindestens 60 Millionen Euro für einen Spieler erzielte. Bisher schafften dies nur RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund. Der SC Freiburg steht aktuell auf Platz 7 der Bundesliga mit null Punkten – League standing: 7. in der Bundesliga, 0 Punkte – und trifft am 20. Februar 2027 auswärts auf den FC Schalke 04 (16. der Tabelle).
