SC Freiburg hat am 7. Juli die Vorbereitung für die neue Bundesliga‑Saison eröffnet und dabei den noch vereinlosen Torhüter Noah Atubolu ins Training geholt. Der 24‑jährige Keeper bleibt bis Juni 2027 vertraglich gebunden, doch ein möglicher Wechsel nach England wird bereits laut.

Warum Atubolu trotz Ausbleibens eines neuen Vertrags trainiert?

Der Klub muss laut Sprecher des SC Freiburg mindestens vier Torhüter im Trainingsprozess haben. Neben Atubolu stehen Neuzugang Mio Backhaus, der designierte Stammtorhüter aus Bremen, Florian Müller und Jannik Huth bereit. Atubolus Teilnahme signalisiert, dass er trotz Transfergerüchten weiterhin Teil des Tagesablaufs ist und die Mannschaft von seiner Erfahrung profitiert.

Welche Neuzugänge verstärken den Kader?

Neben Backhaus hat der Breisgau‑Club zwei japanische Spieler verpflichtet: Mittelfeldspieler Rihito Yamamoto (24) kommt von St. Truiden, während Stürmer Keisuke Goto (21) aus dem RSC Anderlecht nachkommt. Der 1,91 m große Angreifer erzielte in Belgien zehn Saisontore. Zusätzlich kehrt ausgeliehener Berkay Yilmaz (21) vom 1. FC Nürnberg zurück.

Wie sieht die aktuelle Tabellen‑ und Formlage aus?

SC Freiburg steht derzeit auf dem 7. Platz in der Bundesliga mit 47 Punkten aus 34 Spielen (13 Siege, 8 Unentschieden, 13 Niederlagen). Die Mannschaft hat 51 Tore erzielt und 57 kassiert, also ein Minus von sechs. Sie liegen 42 Punkte hinter Tabellenführer Bayern München. Das letzte Ergebnis war eine 0‑3‑Niederlage gegen Aston Villa am 20. Mai 2026, und die letzten fünf Spiele endeten mit einer Bilanz von 2 Siegen und 3 Niederlagen (LLWWL, die beiden letzten Partien verloren).

Was steht nach dem Trainingslager an?

Vom 22. bis 31. Juli zieht das Team nach Schruns in Österreich zum traditionellen Trainingslager. Dort sollen Testspiele gegen Derby County in Imst stattfinden. Die Trainercrew nutzt die Woche, um die neuen Japaner zu integrieren und gleichzeitig mögliche Abgänge zu planen – Junior Adamu hat bereits zu Schalke 04 gewechselt, während Noah Weißhaupt zu Darmstadt 98 geht.

Wie könnte ein möglicher Transfer von Atubolu aussehen?

Medienberichte deuten an, dass Hull City aus der Premier League Interesse an Atubolu zeigt. Der Keeper, der aus der Freiburger Fußballschule stammt und bereits im erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft stand, könnte damit einen Schritt in die Premier League wagen. Der SC Freiburg bleibt jedoch offen für Angebote, solange sie sportlich und finanziell passen.

Der Trainingsstart gibt einen ersten Einblick in die Kaderstruktur, während die kommenden Wochen über mögliche Abgänge und die Integration der Neuzugänge entscheiden werden.