Noah Atubolu hat sich die Situation anders vorgestellt. Während seine Teamkollegen in den Alpen auf die neue Saison vorbereitet wurden, trainierte er allein am SC Freiburg-Platz. Der 24-jährige Torhüter, der sich vor einem Jahr einen Wechsel wünschte, steht immer noch ohne neuen Verein da. Der SC Freiburg beendete die letzte Saison auf Platz 7 mit 47 Punkten (13 Siege, 8 Unentschieden, 13 Niederlagen), doch Atubolus Zukunft bleibt ungewiss.
Der Torhütermarkt ist anders als erwartet. SC Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach gab zu, dass man die Dynamik des Marktes unterschätzt habe. Atubolu ist nicht der Einzige, der Probleme hat: Marc-André ter Stegen wartet auf ein Leihgeschäft, Stefan Ortega wechselte überraschend zu Olympiakos Piräus. Der Markt für Spitzenkeeper ist komplex.
Ein Hauptgrund liegt in der Premier League. Markus Krösche von Eintracht Frankfurt erklärte, dass englische Vereine erst verkaufen müssen, bevor sie kaufen. Nur wenn der englische Markt aktiv wird, fließt Geld in andere Ligen. Ein Beispiel: James Trafford wechselt für über 40 Millionen Euro von Manchester City zu Leeds United - ein absurd hoher Preis für einen Ersatzkeeper.
Atubolus Zukunft ist ungewiss. Der SC Freiburg, der letzte Saison auf Platz 7 mit 51:57 Toren stand, muss sich auf die Vorbereitung konzentrieren. Der Torhütermarkt bleibt schwierig, und ein schnelles Ende der Situation ist nicht in Sicht.
