Während die Fußballwelt auf die WM blickt, bahnt sich beim SC Freiburg ein spannender Transfersommer an. Im Mittelpunkt: Noah Atubolu und Johan Manzambi. Manuel Neuer oder Oliver Baumann? Während Fußballdeutschland über die Torwartfrage in der deutschen Nationalmannschaft diskutiert, hat der SC Freiburg zwischen den Pfosten längst Fakten geschaffen. Mio Backhaus wurde als neue Nummer eins von Werder Bremen verpflichtet, die kolportierte Sockelablöse von rund 12 Millionen Euro macht ihn zum Freiburger Rekordtransfer. Dazu haben Florian Müller und Jannik Huth ihre Verträge verlängert. Das heißt im Umkehrschluss: Die bisherige Nummer eins des SC Freiburg, Noah Atubolu, wird den Verein im Sommer aller Voraussicht nach verlassen. Wohin? Das ist derzeit noch völlig unklar. Weil bislang wenig über konkrete Interessenten bekannt ist, berichteten zuletzt Medien darüber, dass sich das Freiburger Eigengewächs „verzockt“ habe und ihm in der neuen Saison gar ein Tribünenplatz drohe. Der Spieler solle zudem „zu wenig respektvoll“ gegenüber dem Verein aufgetreten sein, hieß es. Es folgte eine bemerkenswerte Reaktion des SC Freiburg in den sozialen Medien, in der man „etwas geraderücken“ wollte. „Entgegen der aktuellen Berichterstattung in einigen Medien betonen wir, dass die Kommunikation mit Atu von beidseitiger Wertschätzung, Respekt und Offenheit gekennzeichnet ist. So war’s bis zum heutigen Tag und so werden wir das auch in Zukunft halten“, schrieb der Verein – Atubolu teilte die Stellungnahme auf seinen Kanälen. Es dürfte in diesem Transfersommer also definitiv in der Personalie Atubolu Bewegung hineinkommen, speziell auf der Torwartposition löst oft ein internationaler Wechsel eine Art Dominoeffekt aus. Dass derzeit die ganze Fußballwelt nach Nordamerika auf die Weltmeisterschaft blickt, vereinfacht die Sache nicht. Atubolu, dessen Wunschziel die englische Premier League ist, dürfte also auch Geduld benötigen, schließlich schließt das Transferfenster erst am 1. September 2026. Dass es zum Äußersten kommt und die bisherige Freiburger Nummer eins im kommenden Jahr wirklich im Europa-Park-Stadion auf der Tribüne sitzt, erscheint derzeit extrem unwahrscheinlich. Atubolu ist dabei nicht der einzige Freiburger Youngster, um den es Gerüchte gibt: Auch Johan Manzambi, dessen Marktwert vom Portal „transfermarkt.de“ auf mittlerweile 50 Millionen Euro taxiert wird, steht im Fokus. Erst kürzlich beruhigte der Schweizer WM-Fahrer auf einer Pressekonferenz des Verbands die Freiburger Fans: Die SC-Anhänger müssen „keine Angst haben, weil ich bin noch ein Spieler von Freiburg“, sagte Manzambi. Dass der Youngster, für den es international zahlreiche Interessenten geben dürfte, zuletzt seine Beratungsagentur gewechselt haben soll, könnte jedoch ein Indiz dafür sein, dass Manzambi den nächsten Schritt wagen will. Doch auch hier gilt: Ein schneller Transfer scheint ausgeschlossen, der Spieler selbst hatte zuletzt mehrfach betont, dass sein Fokus auf der WM mit der Schweiz liegt. Sollte Manzambi, dessen Vertrag noch bis 2030 läuft, wechseln, dürfte er zum neuen Freiburger Rekordabgang werden. Für den Spieler selbst ist dabei nach eigener Aussage ohnehin nicht wichtig, wo er spielt. „Egal welche Liga, ich will einfach Fußball spielen“, sagte er. Die nächste Chance dazu bekommt er am Samstag, als die Schweizer gegen Katar antreten.