SC Freiburg startete die neue Bundesliga-Saison mit einem überzeugenden 4:1-Heimsieg gegen Werder Bremen. Der japanische Stürmer Yuito Suzuki erzielte dabei seinen ersten Hattrick in der Liga und war der entscheidende Mann für den Breisgau-Klub. Das berichtete die Sueddeutsche Sport am Samstag.

Die Mannschaft von Christian Streich, die in der abgelaufenen Saison den siebten Platz belegte und 47 Punkte holte, zeigte von Beginn an eine starke Leistung. Vor 34.700 ausverkauften Zuschauern im Europa-Park Stadion führte Freiburg zur Pause bereits mit 2:0. Suzuki traf in der 29. Minute, ehe Igor Matanovic in der 45. Minute nachlegte. Nach der Pause vollendete Suzuki seine Vorstellung mit Treffern in der 48. und 55. Minute. Der 26. Bundesliga-Einsatz des Japaners wurde so zu seinem bislang persönlich wichtigsten.

Wer war der Schlüsselspieler für Freiburg?

Yuito Suzuki war die absolute Schlüsselfigur des Spiels. Seine drei Tore waren nicht nur quantitativ entscheidend, sondern auch ein Zeichen für seine wachsende Bedeutung im Team. Sein erster Treffer fiel nach einer Ecke von Jan-Niklas Beste, die weiteren Vorlagen kamen von Derry Scherhant und dem Torschützen Matanovic. Dieser Dreierpack kam genau zur richtigen Zeit, denn die Mannschaft hatte sich erst am Donnerstag für die Gruppenphase der Conference League qualifiziert und brauchte einen positiven Impuls für die Liga. Die Offensive von Freiburg, die in der Vorsaison 51 Tore erzielte, aber auch 57 kassierte, zeigte an diesem Abend ihre effektive Seite.

Torwart Mio Backhaus, ein ehemaliger Werder-Spieler, hatte einen ruhigen Abend und musste erst in der 76. Minute den Anschlusstreffer von Dariusz Stalmach hinnehmen. Die Abwehr stand sicher, was nach dem Wechsel des ehemaligen Stammkeepers Noah Atubolu zum Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt eine beruhigende Nachricht für die Verantwortlichen ist. Die aktuelle Zusammensetzung des Kaders kann auf unserer squad Seite eingesehen werden.

Welche Probleme hat Werder Bremen?

Für Werder Bremen war die Niederlage ein herber Rückschlag zum Saisonauftakt. Trainer Daniel Thioune musste zudem auf den verletzten Schlüsselspieler Jens Stage verzichten. Der dänische Mittelfeldspieler fällt monatelang mit einer schweren Muskelverletzung aus und wird wohl bis zum Jahresende fehlen. "Er ist ein absoluter Leistungsträger und ist schwer zu ersetzen", sagte Thioune. Sportdirektor Clemens Fritz nannte die Verletzung "ein Riesenschock" und bestätigte, dass der Club nach einem Ersatz für Stage sucht. Laut einem Bericht des Fachmagazins Kicker beabsichtigt Werder, Youri Regeer von Ajax Amsterdam auszuleihen.

Ein Lichtblick war die Rückkehr von Niclas Füllkrug. Der 33-jährige Stürmer, der zuletzt im Mai 2024 in der deutschen Eliteklasse gespielt hatte, wechselte kürzlich leihweise vom englischen Absteiger West Ham United zurück zu Werder. Vier Tage nach seiner Verpflichtung hatte er im DFB-Pokal gegen den Niedersachsen-Oberligisten Lüneburger SK Hansa per Elfmeter zum 3:0-Sieg beigetragen. Gegen Freiburg wurde er in der 61. Minute durch Cedric Itten ersetzt.

Wie geht es für SC Freiburg weiter?

Der Auftaktsieg gibt SC Freiburg perfekten Rückenwind für die anstehenden Aufgaben. Die Mannschaft liegt in der standings zwar noch auf dem siebten Platz des Vorjahres, aber die drei Punkte sind ein wichtiges Fundament. Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Pflichtspiel. Am 5. September 2026 geht es auswärts zum Aufsteiger SC Paderborn 07. Dieses Spiel ist der nächste Schritt, um die positive Dynamik aus dem Saisonstart fortzusetzen und sich früh in der Tabelle zu etablieren. Mit 42 Punkten Rückstand auf den Rekordmeister Bayern München aus der Vorsaison ist die Meisterschaft zwar kein realistisches Ziel, aber die internationale Qualifikation über die Liga bleibt eine klare Ambition für diese Spielzeit.