SC Freiburg schließt die Runde der Bundesliga-Vorschauen als 18. und letzter Verein vor dem Start der Saison 2026/27 ab. Trainer Julian Schuster hat nach einem Sommer mit umfangreichen Personalwechseln sein Team für die anstehenden Aufgaben neu aufgestellt, wie eine Analyse von www.getfootballnewsgermany.com zeigt. Die Breisgauer beenden die Vorbereitung mit einem Blick auf die Standings, wo sie die vergangene Saison auf dem 8. Platz mit 40 Punkten abschlossen.
Wie hat sich der Kader verändert?
Der Kader von SC Freiburg hat in diesem Sommer eine deutliche Transformation erfahren. Die Abgänge von Torhüter Noah Atubolu, der zu Eintracht Frankfurt wechselt, und Mittelfeldspieler Merlin Röhl, dessen fest vereinbarter Wechsel zu Everton vollzogen wurde, brachten hohe Einnahmen. Dazu kamen weitere Verkäufe wie die von Johan Manzambi, Robert Wagner, Junior Adamu, Noah Weißhaupt und die Verleihe von Eren Dinkçi und Karl Steinmann. Insgesamt schätzt man die Transferbilanz auf ein Plus von etwa 51,55 Millionen Euro. Im Gegenzug verpflichtete der Club gezielt neue Spieler. Das größte Investment war der Rekordtransfer von Torhüter Mio Backhaus von Werder Bremen für eine Basisablöse von 12 Millionen Euro. Im Angriff kam Keisuke Goto von Anderlecht für 10 Millionen Euro, während mit Yannik Engelhardt und Rihito Yamamoto für je 7 Millionen Euro weitere Offensivkräfte hinzukamen.
Welche taktischen Optionen ergeben sich?
Julian Schuster testete in der Vorbereitung verschiedene Formationen. Oft war ein 4-4-2 in der Defensivarbeit und ein 4-2-3-1 im Ballbesitz zu sehen. Besonders die Doppelspitze mit Keisuke Goto und Igor Matanovic wurde erprobt. Die Flexibilität von Spielern wie Berkay Yilmaz, der sowohl als Linksverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, gibt dem Trainer zusätzliche Möglichkeiten. Schuster sagte dazu: "Seine Flexibilität gibt Freiburg deutlich mehr als nur einen dritten Kandidaten für eine Position." Auf dem rechten Flügel ist aktuell Niklas Beste in der Entwicklung vor Cyriaque Irié, dessen erste Saison von Malaria und Anpassungsschwierigkeiten geprägt war. Der 23-jährige Max Rosenfelder, der eine Spitzengeschwindigkeit von 35,91 km/h erreichte, bietet als Innen- und Außenverteidiger weitere Optionen, muss aber seine von Verletzungen unterbrochene Karriere fortsetzen.
Wie verlief die Vorbereitung?
Die Vorbereitung von SC Freiburg umfasste neben Testspielen auch drei Pflichtspiele vor dem Bundesligastart: zwei Conference-League-Playoff-Spiele gegen Motherwell und eine DFB-Pokalpartie in Düsseldorf. In den Freundschaftsspielen gab es gemischte Ergebnisse. Ein 3-1-Sieg gegen Derby County, ein 0-3 gegen Greuther Fürth und zwei 2-0-Erfolge gegen Racing Strasbourg, bei denen Lucas Höler und Derry Scherhant glänzten, gehörten dazu. Ein weiteres Highlight war ein 3-0-Sieg gegen Crystal Palace, bei dem Neuzugang Yannik Engelhardt traf, Höler per Kopf aus einer Ecke von Scherhant verwertete und Scherhant selbst mit einem feinen Chip das dritte Tor erzielte. Der 33-jährige Vincenzo Grifo, der kürzlich verlängerte, war ebenfalls treffsicher.
Was bedeutet das für den Saisonstart?
Mit dem Saisonauftakt am 30. August gegen Werder Bremen muss sich der neue Kader beweisen. Die Verletztenliste mit Florent Muslija, Patrick Osterhage und Neuzugang Rihito Yamamoto stellt eine erste Herausforderung dar. Die Mannschaft will an die europäischen Erfolge der Vorsaison anknüpfen, als man ein Finale erreichte. Die Investitionen in Backhaus, Goto, Engelhardt und Yamamoto im Gesamtwert von 36 Millionen Euro zeigen den Willen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Die aktuelle Übersicht über verletzte Spieler findet sich auf unserer injuries Seite. Die ersten Spiele werden zeigen, ob die neue Mischung aus erfahrenen Kräften wie Grifo und jungen Talenten wie Scherhant, der im Mai 2025 von Hertha BSC geholt wurde und in der Hinrunde fünfmal traf, trägt. Die anstehenden Aufgaben im Bundesliga-Alltag sind der nächste Prüfstein für das umgebaute Team von SC Freiburg.
